Liebe Mitstudierenden,
innerhalb kürzester Zeit soll Jena zur studierendenfreundlichsten Stadt Europas werden. Zumindest wenn es nach Klaus Dicke, Rektor der FSU Jena, geht. Vielfältige Studienmöglichkeiten, ein passgenaues Service-Angebot und eine freundliche Atmosphäre sollen garantieren, dass man sich als StudierndeR an Uni und FH wohl fühlt.
So weit die Theorie.
Doch die Praxis sieht, wie so oft, ganz anders aus.
Das „Akrützel“ schlug Rektor Dicke vor wenigen Monaten scherzhaft vor, seine Ziele nicht zu bescheiden zu wählen. Studierendenfreundlichste Stadt der Welt, das müsste doch schon drin sein! Kein schlechter Ratschlag, wie wir meinen. Bei all dem Jubiläumstaumel zum 450. Jahrestag der „Alma Mater Jenensis“, Stadt der Wissenschaften, bundesweiter Hochschulrektoren-Konferenz, historischem Schaulaufen in Talaren, Tagungen der ehrwürdigen Coimbra Group (sozusagen die High Society der europäischen Unis) und nicht enden wollendem Event-Rummel könnte man schnell glauben, Jena sei bereits der Nabel der Welt. Also, alles Friede, Freude, Eierkuchen oder was?
Dass hochtrabende Reden und ein wenig Show eben nicht darür sorgen, dass für uns Studies hier alles paradiesisch ist, haben wir Rektor Dicke und seinen Mitstreitern in den letzten drei Jahren mehr als einmal gezeigt.
Z. B. bei der thüringenweiten Großdemo in Erfurt 2006, als 5000 Studies ein Zeichen setzten gegen die geplante Einführung von Studiengebühren und den hoch umstrittenen Bologna-Prozess. Dabei wurde der Landtag gestürmt.
Im letzten Sommer, als nochmal in Jena 500 Uni- und FH-Studenten gemeinsam mit anderen Bürgern der Stadt eine große Kreuzung und (für einige Minuten) den Paradies-Bahnhof besetzten, um zu zeigen, dass sie bereit sind sich gegen Bologna, Modularisierung, erhöhte Verwaltungsgebühren und Schmalspur-Studium zu wehren.
Vor einigen Wochen, als hunderte ihren Protest gegen die selbst ernannten Herren der Hochschulwelt, die feinen Damen und Herren von der Hochschulrektoren-Konferenz, lautstark und überzeugend zum Ausdruck brachten. Die kamen dabei nicht nur argumentativ mächtig ins Schwitzen!
Oder erst zuletzt, als der historische Umzug der Professorinnen und Professoren dank kreativer Protestformen zum Spießrutenlauf wurde.
Wer heute hier studiert, hat es nicht leicht. Von paradiesischen Zuständen in Jena zu reden, halten wir für dummes Geschwätz. Es gibt gute Gründe, unzufrieden zu sein und sich gemeinsam und organisiert für Verbesserungen einzusetzen!
Die Zukunftskiller sitzen nicht nur im Berliner Bundestag oder in den Chefetagen der Großkonzerne irgendwo weit weg – sie sitzen direkt vor unserer Haustür und verhöhnen uns mit Phrasen, während sie uns das Leben schwer machen!
Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) hat darum eine bundesweite Kampagne gestartet, um auf Missstände für junge Menschen in diesem Land aufmerksam zu machen. Wir von der SDAJ Jena und der AMS/Marxistischen Hochschulgruppe sind mit dabei und sagen: Gemeinsam gegen die Zukunftskiller in Jena!
Eure SDAJ Jena
Am 26. Juni fand das erste Grillen/Braten gegen Rechts der SDAJ Jena statt. Rege Beteiligung des Aktionsnetzwerks gegen Rechtsextremismus und der Linksjugend [’solid] machten die Party am Abend zu einem vollen Erfolg. Es wurde für das leibliche Wohl gesorgt, der Leiter der Ortsgruppe stand persönlich am Grill. Auch musikalische Untermalung war dabei. Zu Ton Steine Scherben lässt sich einfach besser Würstchen mampfen.
Gegen 2.00 Uhr morgens verließen die letzten Gäste die Party, die ohne Zwischenfälle verlief.
Wir werden auch in Zukunft mit kreativen Aktionen auf Missstände aufmerksam machen.
SDAJ-Ortsgruppe Jena
Der „Verfassungschutz“ des Thüringer Innenministeriums berichtete über die Aktivitäten der SDAJ und DKP in Thüringen im Rahmen der Ostermärsche. Wir verlinken die Website.
http://www.verfassungsschutz.thueringen.de/monatschronik/maerz.html
Der Sieg im Wettbewerb „Stadt der Wissenschaft 2008“ und das 450 jährige Jubiläum der Universität gibt vielen Vertretern von Stadt und Uni Grund zum Jubel. Zurecht?
Die AMS (Assoziation Marxistischer Studierender) in Jena beteiligte sich an dieser Aufarbeitung mit einem Vortrag zur Abwicklung von DDR-Wissenschaftlern im Verlauf der „Wende“. Am 22. April sprach Prof. Weißbecker über seine Tätigkeiten an der Uni und seine persönlichen Eindrücke 1990 ff. (mehr…)
In diesem Jahr wird wieder viel über die 68er geschrieben. Auch für die SDAJ waren die Jahre 1967 / 68 ein wichtiger Zeitabschnitt mit eskalierenden Jugendaktionen und Gründung der SDAJ.
Was ließ uns und viele andere seinerzeit gegen politische Entwicklungen in diesem Land, gegen Regierung und Bundestagsparteien rebellieren?
Von Bestehen der Bundesrepublik an saß in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn die CDU an den Regierungsschalthebeln. Sie hatte Alt-Nazis in wichtige Funktionen des Staates, der Wirtschaft, der Polizei, der Justiz, der Regierung gehievt. (mehr…)
Her mit dem Recht auf Bildung, gute Ausbildung & Arbeit!
Jeden Tag erleben wir, dass dem Großteil unserer Generation jede Zukunftsperspektive verbaut wird. Im dreigliedrigen Schulsystem fallen vor allem jene nach unten, die keine wohlhabenden Eltern haben. Nach der Schule warten Studiengebühren, Ausbildungsplatzmisere oder Hartz IV. Wenn der Einstieg in den Beruf nach etlichen Praktika dann endlich klappt, dann häufig nur mit miesen Löhnen und unsicheren Arbeitsverträgen. (mehr…)
Pressemitteilung der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend [SDAJ]
Drei Tage vor dem 8. Kongress des Tschechischen Kommunistischen Jugendverbandes (KSM) und zweieinhalb Jahre nach der ersten Verbotsdrohung des Tschechischen Innenministerium ist das Urteil im Prozess um das Verbot des KSM gesprochen. Die KSM ist Verboten! (mehr…)
Pressemitteilung der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend [SDAJ]. Ostern 2008
Bei dem ISAF-Einsatz, an dem derzeit offiziell ca. 3.300 – real aber wohl schon über 3.700 – Bundeswehrsoldaten beteiligt sind, handelte es sich noch nie um einen Entwicklungshilfeeinsatz. Nun aber wird die „Aufstandsbekämpfung“ immer klarer zum Operationsschwerpunkt. (mehr…)

Rot-frech-radikal: Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend [SDAJ] feiert Geburtstag!
Der sozialistische Jugendverband wird 40 und feiert mit Euch. Das jährliche Pfingstcamp wird 2008 zum Festival der Jugend.
Festival? Ja, drei Tage volles Programm in Köln am Rhein: Ska, Punk, Hip-Hop und Folk live auf der Großbühne. Party mit Soundsystem und kubanischen Cocktails oder Bier vom Fass gegen den Durst. Gepflegtes Kicken oder Chillen am Rhein…
Party for your right to fight! Die SDAJ tritt den Beweis an, dass Politik und Party sich nicht im Wege stehen. Den ganzen Tag gibt es spannende Info- und Diskussionsangebote mit prominenten Gästen aus dem In- und Ausland.
Information und Motivation für unseren Kampf gegen Kriegseinsätze, Ausbildungsmisere, Sozialabbau und Überwachungsstaat. Mach mit!
Festival der Jugend
Wir dokumentieren eine Erklärung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) in Thüringen zu den aktuellen Forderungen der Katzhütter Asylbewerber:
Wir, die DKP Thüringen sind entsetzt von den Zuständen im
Asylbewerberheim Katzhütte. Die Unmenschlichkeit des Asylrechts, der
fehlende Willen mit Menschen, die zu uns gekommen sind, um Schutz und
Hilfe zu finden wird nicht durch die Bevölkerung getragen sondern ist
Folge des kapitalistischen Systems, welches eben auch die Ursachen Eurer
Flucht aus der Heimat zu verantworten hat. Die Menschen in Eurem Umfeld
wissen nicht, in welchen katastophalen Verhältnissen Ihr untergebracht,
wissen nicht oder wenig über den latenten Rassismus, dem Ihr auf Ämtern
oder im Lager ausgesetzt seid.
Die Bitte um Solidarität und die Beschreibung der Zustände in Katzhütte
werden wir nutzen, um weitere antikapitalistische oder sozial engagierte
Organisationen, Menschen und Bündnissen im Umfeld von Katzhütte für den
11.03.2008 zu gewinnen. Wir haben, glaube ich, eine gute Chance, eine
Unterstützung Eurer Anliegen an diesem Tag und im Folgenden zu organisieren.
Nachdrücklich erklärt die DKP Thüringen Ihre uneingeschränkte
Solidarität mit den Asylsuchenden.
Mit kommunistischem Gruß
Toni Köhler-Terz
Stellvertretender Landesvorsitzender der DKP Thüringen